Langes Wochenende im Gerätehaus
Auch heuer gab es ganz traditionell ein Wochenende im Gerätehaus. Von Freitag Abend 17 Uhr bis Sonntag Nachmittag.
Es begann gleich mit einem Highlight (wie sich nach der Aussprache herausstellte). Eine Führung in der Kläranlage. Als die Jugendlichen noch Kinder waren, waren sie zwar schon einmal zu einer Führung dort (Grundschule). Aber diese Führung war ja doch etwas spezieller, zum einen war die Gruppe kleiner als eine Klasse der Grundschule und zum anderen waren ja auch alle etwas älter, und so verstand man manche Dinge besser. Außerdem war die Führung ja für die Feuerwehr angedacht. Dementsprechend wurde auch auf diverse Gefahren eingegangen. Unter anderem wo sich Gefahren für den Klärwärter Reinhard Straßer befinden. Zum einen die Klärbecken wo eine schnelle Rettung unumgänglich ist. Außerdem der unterirdische Überlauf. Der in der Regel nur bei Starkregen genutzt wird. Aber auch dort ist eine schnelle Rettung notwendig. Außerdem ist im Bereich der Kläranlage überall mit einer Ansammlung von Sauerstoffverdrängenden Gasen zu rechnen. Deswegen müssen hier Gasmessgeräte vorgehalten und benutzt werden. Die Jugendlichen waren sich nach der Führung sicher, dass an diesem Wochenende noch ein Übungseinsatz in der Kläranlage sein wird, aber da wurden sie noch enttäuscht.
Nach der Führung musste noch das Nachquartier und das Abendessen vorbereitet werden. Bevor es aber zum Schlafen ging, gab es noch eine Unterrichtseinheit "Watten". Schließlich braucht die Feuerwehr wieder ein paar aktive Spieler wenn es nächstes Jahr wieder gegen die Motorradfreunde geht.
Der erste Übungseinsatz führte die Jugendlichen zur Mehrzweckhalle. Dort mussten Sie nach vermissten Personen suchen. So wie es in der Mehrzweckhalle aussah, war wohl gerade der Kindergarten und die Grundschule gleichzeitig aktiv. Es sah aus, als wär eine Bombe explodiert. Entsprechend schwierig war es, nach Personen zu suchen.
Danach gingen die ersten Jugendlichen ins Schlafquartier. Die letzten brauchten noch ein paar Minuten länger. Der Wecker wurde am morgen aber nicht gebraucht. Die Alarmapps der Jugendlichen schlugen bereits vor Sonnenaufgang Alarm. Ein Kleinkind war in der Nacht von zu Hause geflüchtet und musste gefunden werden. Die Jugendlichen wurden auf der Wiese in einer Reihe aufgestellt und so wurde dann Wiese für Wiese abgesucht. Bis das Kind schließlich gefunden, betreut und zurück gebracht werden konnte.
Nach dem Frühstück gab es einen kurzen Unterricht zum Thema Waldbrand.
Kurz nach der Übung wurden die Jugendlichen auf eine Baustelle gerufen, dort wurde ein Arbeiter unter einen Container eingeklemmt. Die Jugendlichen mussten den Container anheben, aber geschätzte 2 Tonnen Leergewicht und eine unbekannte Ladung waren nicht mit Muskelkraft zu stemmen. Es wurde ein Hebekissen eingesetzt. Die Befreiung klappte recht zügig.
Am Vormittag wurde außerdem schon zu einer Knotenchallenge aufgerufen. Wer am Sonntag am schnellsten die geforderten Knoten fertigt bekommt einen Preis. Also wurden in vielen freien Minuten geknotet was das Zeug hält.
Am Nachmittag wurde noch etwas das Kuppeln einer Saugleitung geübt. Nachdem sich die Jugendlichen gerade ihrer Schutzkleidung entledigt hatten, ging die Alarmapp schon wieder los. Unterstützung bei einem Brand in der Nachbargemeinde. Es musste der Tragkraftspritzenanhänger ausrücken. Die Jugendlichen mussten mit Koordinaten zur Saugstelle finden. Dort angekommen musste der Bach mit der Staustufe Bieber angestaut werden. Und anschließend eine Wasserleitung verlegt werden. Natürlich wurde hier auch eine Saugleitung benötigt. Nach etwa einer Stunde hieß es Feuer aus, Abbau. Zurück am Gerätehaus warteten bereits ihre "alten" Kameraden. Seit letztem Jahr werden die ehemaligen Jugendlichen zum Lagerfeuer am Samstag Abend eingeladen. Sie bekamen Grillfleisch und brachten dafür Salate und Kuchen mit.
Der Sonntag morgen endete wie auch schon der Samstag mit einem Alarm. Ein Heimrauchmelder (also die, die jeder Zuhause hat) schlug Alarm. Ein als Wecker inszenierter Fehlalarm. Noch vor erreichen der Einsatzstelle wurde ein Fehlalarm gemeldet.
Dann konnte das Frühstück wenigstens in Ruhe hergerichtet werden. Dann war es Zeit für die Knoten. Kurz vor dem letzten Knoten ging aber erneut ein Alarm. Brand eines Traktors war das Stichwort. Es wurde schnell ausgerückt und eine Leitung zum löschen verlegt. Nachdem der erste Trupp bereits am löschen war, verlegte der zweite Trupp noch eine Leitung vom Hydranten zum Löschgruppenfahrzeug. Nicht, dass der Tank doch nicht reicht. Nach den Aufräumarbeiten wurde der letzte Knoten geprüft und dann gingen die allgemeinen Aufräumarbeiten los. Nach dem Mittagessen wurde noch eine Aussprache abgehalten. Die Jugendliche und die Jugendwarte besprachen sich entsprechend über die Pro und Contras und teilten diese dann der "anderen Seite" mit. Was war Gut, was nicht. Was muss besser geübt werden, ...
Am Nachmittag wurden die Jugendlichen dann von Ihren Eltern abgeholt und wir sind uns sicher, sie haben gut geschlafen, am Sonntag Nachmittag/Abend :D
